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| Brief eines Spielers an seinen Vater |
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Wenn ich auch das Match "wegen des Schiris", wie Du sagst, verloren habe, so habe ich doch Spaß gehabt! Aber begreife bitte Papa, dass ich nur spielen will. Ich bitte Dich mir diese Freude zu lassen und mir nicht andauernd Empfehlungen zu geben wie "Schießen!" oder "Abspielen!". Du meinst es gut, aber es macht mich nur nervös. Noch etwas Papa: Werde nicht wütend, wenn mich der Trainer auswechselt und mich nicht immer spielen lässt. Ich habe auch Spaß, wenn ich auf der Bank sitze und meinen Freunden zuschaue. Wir sind schon so viele und es ist richtig alle spielen zu lassen. Und sei so gut und zeige mir, wie ich meine Fussballschuhe putzen muss. Es ist nicht schön, dass du es für mich machst. Ich muss es selber lernen. Und lass mich doch meine Tasche selber tragen: Schau, darauf steht doch der Name meiner Mannschaft und es gefällt mir, wenn jeder sieht, dass ich Fussball spiele. Papa, bitte sag Mama nicht nach dem Spiel: "heute hat er gewonnen" oder "er hat verloren". Sag ihr, dass ich sehr viel Spaß hatte und nichts weiter. Und dann möchte ich dich bitten, nicht zu erzählen, dass ich gewonnen habe, weil ich ein wunderschönes Tor gemacht habe. Das ist nicht wahr, Papa! Ich habe den Ball ins Tor geschossen, weil mir mein Mitspieler einen schönen Pass zugespielt hat. Unser Torwart hat alles gehalten und wir haben uns alle im Team wahnsinnig angestrengt! Deshalb haben wir gewonnen (der Trainer hat uns das gesagt)! Werde nicht wütend Papa, dass ich dir dies alles gesagt habe. Du weisst ja, wie gern ich Dich habe. Aber jetzt ist es schon spät. Ich muss zum Training rennen, sonst komm' ich zu spät, und dann lässt mich mein Trainer das nächste Mal vielleicht nicht von Anfang an spielen! (herausgegeben vom Schweizer Fußballverband)
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